🚚 Spedition Rheinland — Anleitung

Du ĂŒbernimmst einen geerbten Kleintransporter und einen gepachteten Hof am Rand von Leverkusen — und baust daraus eine Spedition bis nach Europa. Das Spiel lĂ€uft in Echtzeit, zwölfmal so schnell wie die echte Uhr: ein Spieltag dauert 2 echte Stunden, und dein Betrieb arbeitet auch weiter, wenn du weg bist. Alles ist Spielgeld, es gibt keinen Bankrott.
Inhalt
  1. Erste Schritte: von 0 € zur ersten Tour
  2. Touren planen: Fracht, Erlös, PĂŒnktlichkeit
  3. Lenk- und Ruhezeiten — das HerzstĂŒck
  4. Kosten: abgerechnet wird je Tour
  5. Tanken & Rasthöfe
  6. AusrĂŒstung: Kleinkram, der sofort wirkt
  7. Disposition: vom Auftragsbuch zur Automatik
  8. Fahrer einstellen
  9. Fahrzeuge & FĂŒhrerscheine
  10. Frachtklassen
  11. Wartung, HU & Pannen
  12. Die Karte: von Leverkusen bis Europa
  13. Tipps fĂŒr den Anfang
  14. Markt-Frachten & Wochenereignis

Erste Schritte: von 0 € zur ersten Tour

Die Kasse ist zum Start leer. Dein Geld holst du dir vom Girokonto auf der Startseite — per Überweisung oder mit einem Bankkredit (siehe die Bank-Anleitung unter /hilfe.php?thema=bank). Alles lĂ€uft in echten Euro, 1:1 — was du einzahlst, liegt genau so in der Firmenkasse.

Die GrĂŒndung (zusammen 300 €) hast du schnell wieder drin: die erste Nahtour bringt rund 33 € Deckungsbeitrag, aktiv gespielt sind im FrĂŒhspiel etwa 149 € je Echtstunde drin.

Touren planen: Fracht, Erlös, PĂŒnktlichkeit

An der Frachtbörse treffen laufend Angebote ein — auch wĂ€hrend du weg bist. Jedes Angebot nennt Start, Ziel, Paletten und Gewicht; beides muss in dein Fahrzeug passen (der Sprinter schafft 3 Paletten / 1,2 t). Kleine Teilladungen zahlen je Palette mehr — mindestens 35 % des vollen Preises.

Der Erlös rechnet sich grob so: Grundbetrag + Satz × Kilometer, multipliziert mit dem Faktor der Frachtart und deinem Stammkunden-Bonus. Beim Sprinter sind das 49 € + 0,84 €/km, beim Sattelzug 110 € + 1,69 €/km. Der Grundbetrag deckt die Ladezeit an der Rampe — kurze Touren sind deshalb je Kilometer besser bezahlt.

Lenk- und Ruhezeiten — das HerzstĂŒck

Hier gelten die echten EU-Regeln (Verordnung 561/2006) — fĂŒr deine Fahrer und fĂŒr dich selbst. Ein Verstoß ist gar nicht möglich: der Fahrer legt die Pause selbst ein, und das Spiel sagt dir, warum der Lastwagen gerade steht.

Dank der zwölffachen Spielzeit bleibt das spielbar: 4,5 Stunden Lenkzeit sind 22,5 echte Minuten, die 45-Minuten-Pause dauert knapp 4 Minuten, die Tagesruhe 55 Minuten. Die Anzeige nennt immer beides.

Der Trick dagegen: ein zweiter Fahrer auf demselben Fahrzeug (ab Stufe 10). Muss der eine in die Ruhezeit, ĂŒbernimmt der andere sofort — das Fahrzeug rollt weiter. Ab Stufe 17 geht mit drei Fahrern Rund-um-die-Uhr-Betrieb.

Kosten: abgerechnet wird je Tour

Es gibt keine Vorkasse: Diesel, AdBlue, Maut, Verschleiß, Fixkosten, Löhne und Spesen werden am Tourende mit dem Erlös verrechnet — du siehst die komplette Rechnung jeder Tour. Vor dem Annehmen zeigt die Börse den erwarteten Deckungsbeitrag.

Tanken & Rasthöfe

Getankt wird von selbst: Wird der Tank unterwegs knapp, legt der Fahrer einen Tankstopp am Rasthof ein (12 Minuten Spielzeit, Lohn lĂ€uft weiter) — zum aktuellen Straßenpreis. Bei jeder RĂŒckkehr ins Depot wird kostenlos vollgetankt, zum Depotpreis.

AusrĂŒstung: Kleinkram, der sofort wirkt

Im Reiter AusrĂŒstung gibt es einmalige KĂ€ufe mit dauerhafter Wirkung. Die drei ersten verhindern echte Verluste:

SpĂ€ter lohnen u. a. Palettenhubwagen (−15 % Ladezeit), LKW-Navigation (−4 % Strecke) und der Werkzeugkoffer (250 €): kleine Pannen behebt der Fahrer damit oft selbst, statt Stunden auf den Abschlepper zu warten.

Disposition: vom Auftragsbuch zur Automatik

Am Anfang disponierst du jede Tour von Hand. Mit jeder selbst geplanten Tour schaltest du Dispo-Stufen frei, die dir Arbeit abnehmen — dein Betrieb lĂ€uft dann auch, wĂ€hrend du weg bist:

Bis Stufe 6 erreicht die Automatik etwa 85 % dessen, was sorgfĂ€ltige Handarbeit schafft — selbst planen lohnt sich also weiter, ist aber nie Pflicht.

Fahrer einstellen

Ab Stufe 4 darfst du Personal anstellen. Die Bewerberliste erneuert sich alle 20 Minuten — gute Fahrer sind knapp. Die EinstellgebĂŒhr betrĂ€gt 12 Dienststunden Lohn (Aushilfe also 228 €).

Fahrzeuge & FĂŒhrerscheine

FĂŒnf Klassen, jede mit eigenem Schein. Maut zahlt alles ab 7,5 t. Preise: Neukauf / gebraucht.

Klasseab StufePalettenNutzlastScheinneugebraucht
Kleintransporter 3,5 t131,2 tB42.000 €12.000 €
7,5-Tonner (Koffer)482,9 tC178.000 €28.000 €
12-t-Solo (Plane)7126,0 tC95.000 €42.000 €
18-t-Gliederzug102211,5 tCE128.000 €58.000 €
Sattelzug 40 t123324,0 tCE105.000 €45.000 €

Der Sattelzug braucht einen Auflieger (Plane 35.000 €, Koffer 38.000 €, KĂŒhler 65.000 €, Kipper 54.000 €) — dort steckt der eigentliche Fortschritt: Zugang zu besser bezahlter Fracht. Jedes Fahrzeug und jeder Auflieger belegt einen Stellplatz im Depot.

Leasing gibt es ab Stufe 5: 20 % Anzahlung, dann 60 Monatsraten (ein Spielmonat = 60 Echtstunden). Kannst du eine Rate nicht zahlen, passiert nichts Schlimmes — das Fahrzeug pausiert, bis wieder Geld da ist. Neufahrzeuge haben CO₂-Klasse 4 und zahlen rund ein Viertel weniger Maut — beim Sattelzug fast 9.500 € im Jahr.

Frachtklassen

Der Faktor wirkt direkt auf den Erlös. Bessere Fracht — nicht der grĂ¶ĂŸere LKW — ist der eigentliche Hebel des Spiels.

FrachtFaktorab StufeBesonderheit
Kurier / Express×1,551harte Frist, Vertragsstrafe bei VerspĂ€tung
StĂŒckgut / Paletten×1,001das tĂ€gliche Brot
Baustoffe×0,925immer verfĂŒgbar, schwer
GetrĂ€nke×1,055das Gewicht limitiert vor dem Platz
Papier / Recycling×0,956leicht und voluminös — gute RĂŒckfracht
Möbel / Umzug×1,128lange Ladezeit, nur Koffer
Elektronik×1,1013Kofferaufbau Pflicht
Lebensmittel gekĂŒhlt×1,2515KĂŒhlauflieger nötig
TiefkĂŒhl×1,4215beste Marge, Strafe bei VerspĂ€tung
SchĂŒttgut×0,9816Kipper, kurze schnelle Runden

KĂŒhlfracht ab Stufe 15: Der KĂŒhlauflieger kostet 65.000 €, sein Aggregat verbrennt 2,4 l Diesel je Stunde — dafĂŒr zahlt TiefkĂŒhlfracht 42 % mehr. Stammkunden (ab Stufe 8): wiederholte Touren fĂŒr denselben Kunden bringen bis zu 5 Stufen Ă  +5 % Erlös. Regelfracht zahlt nur 60 % — aber besser als leer fahren.

Wartung, HU & Pannen

Die Karte: von Leverkusen bis Europa

Zum Start lieferst du im Rheinland: Leverkusen, Köln, DĂŒsseldorf und Wuppertal. Mit jeder Stufe kommen StĂ€dte dazu — Bonn (2), Essen (3), Duisburg (4), Dortmund (5), dann Frankfurt (9), Hannover (11), Hamburg (13), Berlin (15), MĂŒnchen (19) 
 Die Entfernungen sind echte Autobahnkilometer.

Europa öffnet sich ab Stufe 23 mit Rotterdam und Antwerpen, danach Prag (25), ZĂŒrich (27), Wien (28), Mailand (29) und zuletzt Warschau (30). Ab Stufe 30 gibt es dauerhaft +10 % auf alle Erlöse (Europabonus).

Tipps fĂŒr den Anfang

Markt-Frachten & Wochenereignis

📩 Markt-Frachten sind benannte Lieferungen aus den LiefervertrĂ€gen der Spielehalle (Farm → Klinik/Apartment): „200× Eier von Hof X an Klinik Y“. Die Ware ist beim EmpfĂ€nger immer schon angekommen — du fĂ€hrst die PrĂ€mien-Tour mit Namensschild hinterher. Sie steht oben im Reiter Fracht und ist reine KĂŒr: Wer sie ignoriert, spielt völlig unverĂ€ndert.

📣 Wochenereignis: Ab und zu ruft die Spielehalle ein gemeinsames Ereignis aus (Messe Köln, Bahnstreik 
) — dann zeigt ein Banner ĂŒber der Ansicht Text und Restlaufzeit, und die Tour-Erlöse werden mit einem Faktor zwischen ×0,5 und ×2,0 verrechnet (an derselben Stelle wie der Frachtraten-Index). Nach dem Enddatum ist automatisch wieder alles beim Alten.