Du Ăźbernimmst ein leeres Ladenlokal in einer Leverkusener NebenstraĂe, stellst eine gebrauchte Siebträgermaschine auf eine Theke mit vier Hockern und verkaufst Kaffee und zugekauften Kuchen. Das ist der ganze erste Tag â und du stehst selbst dahinter.
Verkauft wird nicht Gast fĂźr Gast wie in den Ferienwohnungen und nicht Ăźber einen Preisplan wie im Hotel, sondern Ăźber eine Speisekarte, die du selbst kalkulierst. Jedes Gericht hat vier Zahlen â Wareneinsatz, Preis, Zubereitungszeit und Beliebtheit. Aus ihnen entsteht alles andere.
Ein Gastgewerbe darf man in Deutschland nicht einfach aufmachen. Du brauchst die IHK-Gaststättenunterrichtung (§ 4 GastG), die Belehrung nach § 43 IfSG (das âGesundheitszeugnis"), eine Gewerbeanmeldung, ein FĂźhrungszeugnis und einen Auszug aus dem Gewerbezentralregister. Zusammen 230 ⏠und ein Betriebstag Wartezeit.
Danach Ăźbernimmst du das Ladenlokal â 45 m² Mietfläche.
Der ganze Start kostet 2.805 âŹ: 230 Papiere, 2.025 Kaution (drei Monatsmieten, wie bei Gewerbeobjekten Ăźblich), 470 Ausstattung (Maschine, MĂźhle, Theke, Hocker, Kasse), 80 erster Wareneinkauf. Das Geld holst du dir Ăźber das Girokonto â auf der Startseite oder direkt aus dem Spiel heraus.
â Die Kaution ist kein verlorenes Geld. Sie zählt im LĂśschwert deines Platzes zu 100 % und kommt beim Auszug vollständig zurĂźck. Von den 2.805 ⏠sind also nur 780 ⏠wirklich ausgegeben.
đ Und die ersten 90 Betriebstage sind mietfrei â siehe den nächsten Abschnitt.
Der Vertrag hat zwei Bestandteile, und das ist bei Gastronomieobjekten der Ăźbliche Typ:
â Gezahlt wird immer nur der hĂśhere der beiden Beträge, nie beide. Der Verpächter sichert sich eine Untergrenze und beteiligt sich darĂźber hinaus am Erfolg.
đ Die ersten 90 Betriebstage sind mietfrei (drei Spielmonate = 7,5 Echttage). Eine mietfreie Anlaufzeit von ein bis drei Monaten ist bei gewerblichen Mietverträgen in Deutschland marktĂźblich â der Vermieter gewährt sie fĂźr Umbau und Anlauf. Der Umsatzanteil von 12 % läuft von Anfang an; es entfällt nur die Grundmiete. In der Karte âđ Miete & Pacht" steht, wie viele Betriebstage noch Ăźbrig sind und was danach dazukommt.
Was das fĂźr dich bedeutet:
Die Miete wächst mit dem Haus. Jeder Anbau vergrĂśĂert die Mietfläche: Gastraum +28 m², Nebenraum +30, Wintergarten +22, Obergeschoss +40 â im Vollausbau sind es 201 m² und rund 100 ⏠je Betriebstag. Wie viel ein Ausbau an Miete kostet, steht im Angebot dabei, bevor du kaufst.
â ď¸ Die Terrasse kostet keine Miete â sie ist Ăśffentliches StraĂenland und kostet stattdessen die SondernutzungsgebĂźhr. Beides zu nehmen wäre doppelt kassiert.
Die Kaution bekommst du beim Auszug vollständig zurĂźck â sie zählt im LĂśschwert deines Platzes zu 100 %.
Unter âđ Zahlen" steht die Karte đ Miete & Pacht: Mietfläche, Grundmiete, Umsatzanteil und was du heute tatsächlich zahlst â und warum.
Die Spielzeit läuft zwĂślfmal so schnell wie die echte â genau wie in der Spedition. Ein Betriebstag mit 24 Spielstunden dauert damit zwei Echtstunden, und es vergehen zwĂślf Betriebstage je Echttag.
Der Tag hat feste Zeiten: Anlieferung um 06:00, Vorbereitung bis 08:00, dann â CafĂŠ bis 11:30, đ˝ď¸ Mittagstisch bis 14:30, wieder CafĂŠ bis 17:30, đ Abendgeschäft bis 22:30 und danach der Abschluss.
Die wichtigste Zusage: Es gibt keine einzige Entscheidung, die du während eines bestimmten Services treffen musst. Alles, was du einstellst, gilt fĂźr den ganzen Betriebstag â und meistens fĂźr alle folgenden, bis du es änderst. Ein verpasster Service ist kein verpasster Zug, sondern die Auswirkung von Entscheidungen, die du vorher getroffen hast.
Jedes Gericht hat einen Wareneinsatz (was die Zutaten kosten), einen Preis (den du bestimmst), eine Zubereitungszeit in KĂźchenminuten und eine Beliebtheit. Daraus rechnet das Spiel drei Zahlen, die immer neben dem Gericht stehen:
Die dritte ist der Clou. Ein Rumpsteak bringt 17,10 ⏠je Teller, braucht aber 11 KĂźchenminuten â macht 1,55 ⏠je Minute. Ein Flammkuchen bringt nur 9,20 âŹ, braucht aber 5 Minuten â macht 1,84 âŹ. Wenn die KĂźche der Engpass ist, ist der Flammkuchen also das bessere Gericht, obwohl er weniger einbringt. Genau deshalb sind echte Mittagskarten kurz.
â ď¸ Aber es gilt nur, wenn die KĂźche wirklich der Engpass ist. An einem leeren Dienstagabend ist sie es nicht â dann zählt der Gewinn je Teller. Das Spiel schreibt dir Ăźber die Karte, welche der beiden Zahlen gerade zählt.
Deine Startkarte hat acht Gerichte â genau so viele, wie die Theke ohne KĂźche verträgt: Kaffee, Cappuccino, Tee, Apfelschorle, Mineralwasser, frisch gepresster Saft, KuchenstĂźck und belegtes BrĂśtchen. Sie ist ein guter Anfang, aber nicht das Optimum: Kakao und Croissant stehen bereit, und wer nachrechnet, findet noch ein paar Prozent. Genau das ist die erste echte Entscheidung des Spiels â und sie kostet keinen Cent.
Ăber deiner Karte steht immer derselbe Satz, und er ist die zentrale RĂźckmeldung des Spiels:
Karte: 14 Gerichte ¡ Ă Wareneinsatz 27,4 % ¡ Ziel 24â30 %
Er färbt sich grĂźn, gelb oder rot, und ein Antippen zeigt die Ăbeltäter. Warum 24â30 % und nicht die 28â32 %, die man in der Branche liest? Weil hier die Getränke mitgerechnet sind. Sie machen rund ein Drittel deines Umsatzes aus und liegen bei etwa 18 % â das zieht den Mischwert nach unten. Genau diesen Zusammenhang sollst du lernen: Wer viele Getränke verkauft, hat eine bessere Quote, ohne billiger einzukaufen.
â ď¸ Und die Falle: Die Quote allein ist eine schlechte ZielgrĂśĂe. Ein Haus, das nur Suppe verkauft (17 %), hat eine traumhafte Quote und keinen Umsatz. Deshalb steht daneben immer der absolute Deckungsbeitrag â beide zusammen sagen die Wahrheit, keine allein.
Der Preis eines Gerichts wirkt zweimal: auf die Wahl des Gerichts (ein teures Schnitzel wird seltener bestellt â die Gäste nehmen das billigere daneben) und Ăźber das Preisniveau der ganzen Karte auf die Zahl der Gäste Ăźberhaupt.
Daraus folgt eine schÜne Regel: Wer nur EIN Gericht teurer macht, verliert kaum Gäste. Wer alles teurer macht, verliert Gäste. Selektives Preisen ist besser als pauschales.
Der Spielraum liegt bei â30 % bis +80 % vom ortsĂźblichen Preis. Preise werden geschoben, nicht getippt â auf dem Handy verdeckt jede Tastatur genau die Zahl, die du ändern willst. Zwei SchnellknĂśpfe (â0,50 / +0,50) gibt es dazu.
â ď¸ Und die erste Lektion des Spiels kostet echtes Geld: Erst den Laden fĂźllen, dann den Preis heben. Wer den Kaffee am ersten Tag statt fĂźr 2,80 ⏠gleich fĂźr 4,20 ⏠anbietet, sitzt allein da.
Ein Gericht je Betriebstag darfst du als Tagesgericht auszeichnen. Es bekommt zweieinhalbmal so viel Beliebtheit (es steht auf der Tafel vor der TĂźr).
Und hier greift die Wareneinsatz-Mechanik richtig schĂśn: Die Einkaufspreise schwanken täglich um bis zu 15 %. Das Gericht, dessen Zutaten heute billig sind, ist heute das lohnendste Tagesgericht â die Liste zeigt dir das direkt an.
Die Entscheidung dauert fßnf Sekunden und ist mit einem Daumen machbar. Wer nicht wählt, verliert nichts: Dann bleibt das Tagesgericht von gestern stehen und wirkt nur etwas schwächer, weil es nicht mehr neu ist.
Das ist der Grund, warum das Spiel nicht ßberfordert. Wer am ersten Tag Frßhstßck, Mittag und Abend gleichzeitig hätte, mßsste drei Karten, drei Dienstpläne und drei WarenkÜrbe verstehen, bevor er einen Kaffee verkauft hat.
â ď¸ Ehrlich gesagt: Solange es keinen Mittagstisch gibt, ist dein CafĂŠ von 08:00 bis 17:30 durchgehend offen â die Mitte des Tages gehĂśrt ihm. Sobald die warme KĂźche läuft, verliert es sie, und das CafĂŠ-Geschäft geht spĂźrbar zurĂźck. Mittag und Abend gleichen das mehr als aus, aber es steht so im Angebot, damit dich der RĂźckgang nicht Ăźberrascht.
Der Wochentag schwankt hier härter als in jedem anderen Spiel der Halle: Das Abendgeschäft liegt montags bei Faktor 0,45 und samstags bei 1,85. Der Mittagstisch läuft genau umgekehrt â unter der Woche gut, am Wochenende schwach.
Genau deshalb haben echte Wirte einen Ruhetag. Es gibt ihn hier als freiwilligen Schalter, Wochentag frei wählbar. Wer ihn nie anfasst, Ăśffnet sieben Tage und spielt vollkommen sinnvoll â es gibt keinen Malus, keine ErschĂśpfung, keinen schleichenden Verfall.
Er lohnt sich genau dann, wenn Personal dein Engpass ist: Nach einem Ruhetag ist das Team ausgeruht (KĂźchenzeit â8 %, Teilnote Service +0,2 fĂźr sechs Betriebstage), und dieselben Personalstunden verteilen sich auf sechs statt sieben Tage. Wer genug Leute hat, macht lieber sieben Tage auf.
Ein neu gesetzter Ruhetag gilt ab der nächsten Spielwoche â Gäste mit Reservierung werden nie ausgesperrt.
Die deutsche Gastronomie gibt 2026 rund 40 Cent je Umsatz-Euro fĂźr Personal aus. Wer das nicht abbildet, baut kein Gastronomiespiel.
Du stellst je Service drei Regler: KĂźche, Service und SpĂźle. Neben jedem steht kostenlos der Bedarfsvorschlag, und es gibt einen Schalter âVorschlag Ăźbernehmen" â der ist voreingestellt und nimmt dir die Arbeit ab, ohne dir die Entscheidung zu nehmen.
â ď¸ Die Stunden im Dienstplan sind ARBEITSSTUNDEN, keine Personen. â1,4 Std" heiĂt nicht, dass jemand 1,4 Stunden am StĂźck arbeitet â es heiĂt, dass in diesem Service so viel Arbeit anfällt. Wer sie leistet, entscheidest du:
| Weg | Was er kostet | WofĂźr er taugt |
|---|---|---|
| đ Du selbst | nichts â 7 Spielstunden je Betriebstag | die ganze Anfangszeit. Der Unternehmerlohn, den du dir nicht zahlst |
| đ§âđł Aushilfe | je Spielstunde, rund 40 % teurer als eine feste Kraft | Spitzen und Wochenenden â jederzeit abbestellbar |
| đĽ Feste Kraft | je Betriebstag, dafĂźr 8 Spielstunden zum gĂźnstigsten Stundensatz | die Grundlast. Läuft auch am leeren Montag weiter |
Im Dienstplan steht ganz oben, wie viel deiner eigenen Arbeit heute draufgeht â und wie viel noch frei ist. â Solange dort Stunden Ăźbrig sind, kostet dich Wachstum keinen Cent Lohn. Geht die Zahl auf null, ist das der Moment fĂźr die erste feste Kraft. Das Spiel sagt dir das, bevor es soweit ist.
Eine feste Kraft einzustellen kostet keine GebĂźhr â du zahlst nur ihren Tageslohn, dafĂźr ab dem ersten Tag. Sie hat eine KĂźndigungsfrist von einer Spielwoche.
â ď¸ Rechne nach, bevor du einstellst: Eine feste Kraft leistet 8 Stunden je Betriebstag und kostet dich diese 8 Stunden jeden Tag â auch an schwachen. Je Stunde ist sie rund ein Viertel billiger als eine Aushilfe; sie lohnt sich also erst, wenn dein Laden die Stunden auch auslastet. Solange nicht, sind weitere Minijobber der gĂźnstigere Weg: Sie kosten einmalig wenig und werden nur fĂźr geleistete Stunden bezahlt.
â ď¸ Warum auch ohne Gäste Arbeit anfällt: Ein Teil der Stunden ist RĂźstzeit â Mise en place, Reinigung, Kasse, Bestellung. Sie hängt an der Länge des Services und an der GrĂśĂe des Hauses, nicht an der Zahl der Gäste. Deshalb steht auch bei einem leeren Montag ein Bedarf im Plan. Eine Kraft leistet je Spielstunde Ăźbrigens 51 nutzbare Minuten â die restlichen neun gehen fĂźr Wege und RĂźsten drauf.
â ď¸ Die Minijob-Grenze ist keine Zierde: 603 ⏠im Monat sind bei 13,90 ⏠Mindestlohn genau 43,4 Stunden â im Spiel 43,4 Spielstunden je Spielmonat und Kraft, also rund 1,45 je Betriebstag. Wer den Samstagabend mit Aushilfen abdecken will, braucht mehrere Minijobber; ab einer bestimmten GrĂśĂe geht es nicht mehr ohne Festangestellte. Anwerben kostet 60 ⏠je Kraft, und es ist die billigste und wirksamste Entscheidung des FrĂźhspiels.
â Eine Aushilfsschicht deckt alle drei Rollen ab. In einem CafĂŠ macht dieselbe Kraft Service und SpĂźle â es kommen nicht drei Personen fĂźr drei getrennte Mindestschichten. Die Stunden verteilen sich auf die Rollen, in denen wirklich etwas offen ist, bezahlt wird zum gewichteten Mittel ihrer Stundensätze.
â ď¸ Reicht dein Kontingent nicht fĂźr eine volle Schicht, kommt die Aushilfe eben nicht jeden Tag â gerechnet wird der Monatsschnitt. Du zahlst also nie drei Stunden fĂźr eineinhalb Stunden Arbeit. Im Dienstplan steht, wie viele Stunden dein Kontingent hergibt, wie viele heute eingeplant sind und â wenn es klemmt â wie viele offen bleiben.
Zuschläge sind echt: Sonntag +50 %, Nacht ab 20:00 +25 %. Daraus entsteht eine Entscheidung, die es sonst nirgends gibt â der Sonntagabend bringt Faktor 1,00 Nachfrage und kostet +50 % Lohn, der Freitagabend bringt 1,55 zum Normallohn. Wer nur einen Abend Ăśffnen kann, Ăśffnet freitags.
â ď¸ Ein ausgefallener Service kostet Chancen, niemals Substanz.
â Und das Spiel sagt dir, WORAN es lag. Wenn Gäste gehen, steht am Tresen dabei, ob wirklich kein Tisch frei war oder ob in KĂźche, Service oder SpĂźle Hände fehlten. Das ist ein Unterschied ums Ganze: Im CafĂŠ sind die Plätze fast nie der Engpass â mehr StĂźhle zu kaufen hilft dann gar nichts, eine weitere Aushilfe fĂźr 60 ⏠dagegen sofort.
Anders als das Hotel hat ein Restaurant keine amtliche Klassifizierung. Es gibt deshalb genau eine Zahl: die Bewertung von 1,0 bis 5,0.
| Teilnote | Gewicht | Woran sie hängt |
|---|---|---|
| Essen | 30 % | Wareneinsatzquote, Koch, Frische |
| Service | 22 % | Servicehände gegen Gäste |
| Wartezeit KĂźche | 16 % | KĂźchenminuten gegen Bedarf |
| Preis-Leistung | 14 % | dein Preisniveau gegen das OrtsĂźbliche |
| Ambiente | 10 % | Zustand, Einrichtung, Musik |
| Sauberkeit | 8 % | Hygienestand |
â ď¸ Die Teilnote âEssen" hängt an der Wareneinsatzquote â das ist der schärfste Zielkonflikt des Spiels. Wer die Quote von 30 % auf 24 % drĂźckt, verdient je Gericht deutlich mehr und verliert Notenpunkte. Ăber die Nachfragewirkung kostet ihn das mittelfristig mehr, als er gewinnt. Das ist keine Strafe, sondern eine Waage.
Ein Stern mehr bringt rund +7 % Nachfrage. Die Note startet bei 3,6 und bewegt sich am Anfang kaum â ein junges Haus mit fĂźnf Gästen soll nicht bei der ersten schlechten Bewertung einbrechen.
Mit dem Abendgeschäft erscheint das Reservierungsbuch. Wer eine Reservierung annimmt, blockiert den Tisch â auch wenn zehn Laufkunden davorstehen. Das ist die Entscheidung: Sicherheit gegen Flexibilität.
Nichtanreisen gibt es von Anfang an â real werden 10 bis 20 % aller Reservierungen nicht wahrgenommen. Drei Ausbauten drĂźcken die Quote von 16 % Ăźber 11 % und 6 % auf 4 %; die letzte kostet ehrlich etwas (8 % weniger Reservierungen, weil manche Gäste eine Kartenhinterlegung abschreckt).
â ď¸ Wer viel Laufkundschaft hat, ist gegen Nichtanreisen fast immun: Warten Gäste vor der TĂźr, fĂźllt sich der Tisch von allein und der Ausfall kostet nichts.
Was eine Zusage bringt â und was sie kostet. Zugesagte Gäste kommen ziemlich sicher; ein Teil von ihnen wäre sonst gar nicht erschienen. Das ist der Gewinn: planbare Auslastung an schwachen Tagen. Der Preis ist der gebundene Tisch â er verdrängt Laufkundschaft, aber nur dann, wenn Ăźberhaupt Andrang herrscht. An einem leeren Abend kostet er nichts. Geld wird dafĂźr nie abgezogen, nur der Platz.
Deshalb steht an jeder Anfrage, wie voll der Zieltag voraussichtlich wird: ânoch viel frei" â zusagen. âmeist voll" â besser ablehnen und die Plätze der Laufkundschaft lassen. Gemessen Ăźber ein Spieljahr macht das je nach Wochentag rund fĂźnf Prozent aus, nach oben wie nach unten. Wer gar keine Reservierungen annimmt, verliert nichts â beide Wege tragen.
Ab dem Nebenraum kommen Gruppenanfragen, mit dem Bankettbetrieb im Obergeschoss richtige Bankette bis 55 Personen: Pauschalpreis, planbarer Wareneinsatz, kein Ausfallrisiko. DafĂźr blockieren sie den Raum den ganzen Abend â die Rechnung steht im Angebot.
Es gibt in diesem Spiel kein Verderb-Ereignis. Keine Meldung, keine Abbuchung, keinen Dialog âDein Lachs fĂźr 84 ⏠ist verdorben". Die Verderbquote von 6 % steckt bereits in den Wareneinsätzen jedes Gerichts.
Damit ist der Verderb kein Verlust, sondern ein Zustand â und einen Zustand kann man verbessern:
Statt âVerderb nimmt dir 6 %" heiĂt es hier âgutes Wirtschaften gibt dir bis zu 5 % zurĂźck". Das ist rechnerisch dasselbe und spielerisch das Gegenteil.
Die Bestellstrategie ist eine echte Waage mit zwei Enden: âKnapp" spart 4 % Wareneinsatz, aber Gerichte gehen aus. âGroĂzĂźgig" kostet 3 % mehr, dafĂźr geht nie etwas aus. Am Samstagabend bestellt man groĂzĂźgig, am Montag knapp.
Der Hygienestand (0â100 %) fällt mit jedem Gast und mit dem Alter der KĂźche â und steigt mit deinem Hygienebudget (empfohlen 1,5 % vom Umsatz).
Etwa alle 25 Betriebstage kommt eine unangekĂźndigte Kontrolle:
â ď¸ Der Regelfall ist nichts oder ein Bonus. Ein Schaden entsteht nur, wenn du zweimal hintereinander nicht reagierst â und dann ist er klein und war angekĂźndigt. Eine Kontrolle lĂśst nie eine SchlieĂung aus.
Musik im Haus kostet eine flächenabhängige GEMA-GebĂźhr (1,15 bis 8,22 ⏠je Betriebstag). Du kannst sie abschalten â dann entfällt die GebĂźhr, aber die Teilnote Ambiente sinkt um 0,3.
Die ersten elf Stufen vergrĂśĂern die Fläche: Fensterbank & Barhocker, erste Tische, Terrasse, kalte KĂźche, Gastraum hinten, warme KĂźche, Schankanzeige, Nebenraum, KĂźche Stufe 3, Wintergarten und schlieĂlich das Obergeschoss â bei 130 Plätzen ist Schluss.
đŞ Fensterbank & Barhocker (250 âŹ) ist der erste Schritt, den du dir leisten kannst â nach rund sieben Betriebstagen, also etwa vierzehn echten Stunden. Vier Plätze an einer Wand, die ohnehin da ist: keine zusätzliche Mietfläche, keine laufenden Kosten, keine Bauzeit. Er bringt rund ein Drittel mehr Ergebnis je Betriebstag und ist nach etwa 14 Betriebstagen bezahlt. Und er verzĂśgert die ersten Tische nicht â weil er den Weg dorthin selbst mitfinanziert.
Die neun folgenden Stufen vergrĂśĂern die Qualität: Weinkarte, zweite KĂźchenschicht, Bankettbetrieb, Lieferdienst, Catering, Feinkost-Ecke, die Pachtneuverhandlung, die Auszeichnung âEmpfohlenes Haus" und zuletzt der Hauskauf. Das ist der wichtigere Teil: Ein 130-Platz-Haus, das gut gefĂźhrt wird, verdient mehr als eines, das nur groĂ ist.
Drei Schritte verändern alles:
Bezahlen heiĂt nicht fertig: Ab den ersten Tischen braucht jeder Umbau eine Bauzeit. Sie steht im Angebot, bevor du kaufst â in Betriebstagen und in echten Stunden daneben, damit du weiĂt, worauf du dich einlässt. Sie richtet sich nach dem Aufwand, nicht nach dem Preis: MĂśbel liefern lassen sind zwei Betriebstage (vier echte Stunden), ein Wanddurchbruch sechs, die LĂźftung der warmen KĂźche acht, und das ganze Obergeschoss zehn â mehr braucht nichts im Spiel.
Während gebaut wird, läuft dein Betrieb ganz normal weiter. Die Baustelle kostet dich keinen einzigen Platz und keinen einzigen Gast. Sie kostet nur Zeit: Plätze, Fläche, Miete und Fixkosten des neuen Ausbaus kommen alle erst mit der Fertigstellung â vorher zahlst du fĂźr ihn also auch nichts Laufendes.
Du musst dabei nicht zusehen: Die Baustelle läuft im Hintergrund weiter und ist zum richtigen Zeitpunkt fertig, auch wenn du zwischendurch nicht im Spiel warst. Pausiert dein Restaurant (weil du länger nicht hineingeschaut hast), pausiert die Baustelle mit â sie ist beim Wiederkommen genau so weit wie vorher, du verlierst nichts.
đŞ Fensterbank & Barhocker ist die einzige Ausnahme: vier Hocker an eine Wand geschraubt, das geht sofort. Ebenso alles, wo gar nicht gebaut wird â das Reservierungsbuch, der Ersthelfer-Kurs, die Pachtneuverhandlung, die Auszeichnung und der Hauskauf. Ein Vertrag ist mit der Unterschrift wirksam.
â ď¸ Kauf nie einen Anbau ohne abgewiesene Nachfrage. Neben jedem Platz-Ausbau steht, wie viele Gäste zuletzt gehen mussten, weil kein Tisch frei war. Steht dort nichts, senkt der Anbau nur deine Auslastung und kostet Fixkosten. Der Wintergarten sagt sogar selbst, dass er der schwächste Ausbau des Spiels ist.
Die 12 % Umsatzpacht sind im Vollausbau der grĂśĂte einzelne Posten nach Personal und Ware. Sie loszuwerden ist der grĂśĂte Hebel des Spiels â und deshalb bewusst zweistufig.
Stufe 1: Neuverhandlung auf 9 %. Kostet kein Geld, sondern Leistung: 60 Betriebstage ohne RĂźckstand und eine Note von mindestens 4,0. Das ist die schĂśnste Art zu wachsen, die dieses Spiel hat â man kauft sie nicht, man verdient sie sich. Und sie ist auch die Antwort fĂźr alle, die nie 350.000 ⏠zusammenhaben.
Stufe 2: das Haus kaufen fĂźr 350.000 âŹ. â ď¸ Setzt die Neuverhandlung zwingend voraus. Danach entfällt die Pacht ganz, dafĂźr kommen 110 ⏠je Betriebstag fĂźr Grundsteuer, Versicherung und Instandhaltung am Gebäude hinzu â fĂźr ein kleines CafĂŠ wäre der Kauf deshalb ein Verlustgeschäft.
Erzählerisch ist es dieselbe Beziehung: Der Verpächter, der dir nach 60 guten Betriebstagen entgegenkommt, ist derselbe, der dir später das Haus verkauft.
Beim Kauf der warmen KĂźche wird aus deinem CafĂŠ ein Restaurant â und dein Haus verdient einen eigenen Namen. Den legst du selbst fest. Vorher heiĂt es schlicht âDein CafĂŠ"; das soll sich unfertig anfĂźhlen, damit die Taufe als Aufwertung wirkt.
Der Name steht Ăźber der TĂźr, in der Kopfzeile, in Reservierungen und in Bewertungen. Später steht er in der FrachtbĂśrse der Spedition und bei einer Klinik-Einlieferung â dort sehen ihn andere Spieler. Es ist die erste Stelle in dieser Halle, an der etwas Selbstgewähltes das eigene Spiel verlässt.
3 bis 28 Zeichen, Buchstaben, Ziffern, Leerzeichen und - ' & . Die erste Umbenennung ist frei, jede weitere kostet 500 ⏠â ein neues Schild kostet nun einmal Geld.
Deine Betriebskasse darf ins Minus gehen â aber nicht beliebig weit. Rutscht sie unter â500 âŹ, hält das Restaurant an und steht still.
Wieder los geht es, sobald du vom Girokonto so viel nachgelegt hast, dass die Kasse wieder bei 0 ⏠steht. DafĂźr gilt weder das 24-Stunden-Fenster noch eine Wartezeit â genau dafĂźr ist diese Ausnahme da.
Stillstand heiĂt wirklich Stillstand, in beide Richtungen:
Das ist der ganze Sinn der Regel: Du sollst dich einmal freikaufen kĂśnnen und danach normal weiterspielen â nicht in demselben Augenblick wieder unter â500 ⏠stehen, weil die Standzeit nachträglich abgerechnet wird.
â ď¸ Dein Girokonto ist davon nicht betroffen: Miete, Lebenshaltung und Kreditraten laufen unabhängig weiter. Angehalten wird der Betrieb, nicht dein Konto.
Das Restaurant rechnet Betriebstag fĂźr Betriebstag nach â zwei Tage Abwesenheit sind 24 Rechenschritte, das schafft ein Handy in Millisekunden.
Die eiserne Regel: Die Uhr auf dem Bildschirm ist reine Anzeige. Ein Betriebstag wird immer gleich gerechnet, ob du zusiehst oder nicht. Ein offener Tab verdient keinen Cent mehr.
Nach acht Stunden ohne dich läuft das Haus im Sparbetrieb: Es erreicht 70 % des MĂśglichen, mit einer Restaurantleitung 92 %. Gruppenanfragen und Bankette verfallen und werden im Bericht aufgefĂźhrt. â ď¸ Der Sparbetrieb bremst â er schadet nicht. Kein Notenverlust durch Abwesenheit, keine KĂźndigungen, kein Verderbschaden, keine SchlieĂung.
Und wenn das Geld knapp wird, greift eine Notbremse in drei Stufen: erst werden die Budgets auf null gefahren, dann die Aushilfen abbestellt, und erst zuletzt mßssen feste Kräfte gehen. Es entstehen niemals Schulden.
âď¸ Nach deiner Pausenzeit friert der Betrieb ein. Wer länger nicht ins Restaurant schaut, bekommt genau diese Zeitspanne nachgerechnet â danach steht die Spieluhr still, bis er das Spiel wieder Ăśffnet. Und zwar auf beiden Seiten: keine Gäste, aber auch kein Lohn, keine Miete, keine Pacht, keine Fixkosten. Nichts verfällt, nichts verdirbt, keine Frist läuft ab, niemand kĂźndigt. Du findest dein Haus so vor, wie du es verlassen hast.
Wie lang diese Pausenzeit ist, stellst du selbst ein. Auf der Startseite liegt unter den Spielkacheln der aufklappbare Kasten ââ¸ď¸ Pausenzeit je Spielâ â dort wählst du sie fĂźr jeden Betrieb einzeln. Ohne eigene Einstellung gilt die Vorgabe von 6 Stunden. FĂźrs Restaurant stehen 6, 12, 18 und 24 Stunden zur Wahl. Mehr wäre hier zu viel, denn die Zeit läuft im Zeitraffer: Ein Betriebstag dauert 2 Echtstunden, ein echter Tag sind also 12 Betriebstage. Die Vorgabe von 6 Stunden entspricht damit 3 Betriebstagen, die volle Stufe von 24 Stunden 12 Betriebstagen. Deine Wahl gilt ab dem nächsten Ăffnen des Spiels.
â ď¸ Das ist keine Strafe, sondern ein Deckel: Ohne ihn käme man nach vier Wochen Pause als reicher Mann zurĂźck, ohne einen Handgriff getan zu haben. Wer täglich spielt, merkt davon nichts. Die Frist gilt je Spiel: Es zählt, wann du zuletzt hier warst, nicht was du in der Ăźbrigen Halle gemacht hast.
Gemessen wird ab deinem letzten Klick, nicht ab dem letzten Seitenaufruf. Ein Tab, der die ganze Pausenzeit Ăźber offen steht, ohne dass jemand etwas tut, friert genauso ein wie ein geschlossener â Zusehen ist kein Spielen. DafĂźr zählt umgekehrt jeder Klick als Lebenszeichen, auch der auf einen Reiter, und startet die Frist neu.
Steht der Betrieb, sagt das Spiel es oben auf der Seite: ââ¸ď¸ Pausiert". Ein einziger Klick lässt alles weiterlaufen, ohne Neuladen â und ohne dass fĂźr die Standzeit etwas nachgezahlt wird. Sie hat schlicht nicht stattgefunden.
Beim Wiederkommen steht eine Seite da, die erklärt, was passiert ist â mit Ursache und Vorschlag, nicht nur mit Zahlen. Stand der Betrieb still, sagt sie auch das â bei der Vorgabe etwa: âDein Restaurant lief 3 von 120 Betriebstagen."
In jedem Lokal mit vielen Gästen passiert irgendwann etwas: ein Kreislaufkollaps, eine allergische Reaktion, ein Sturz. Der Wirt ist daran unschuldig â aber wie er reagiert, ist seine Sache.
Etwa alle 4.000 Gäste kommt ein solcher Vorfall. Hast du den Ersthelfer-Kurs (240 âŹ) gekauft, kann deine Kraft sofort helfen: Teilnote Service +0,6 fĂźr 20 Betriebstage, ein Bekanntheitsschub, und der Gast kommt als Stammgast wieder.
â ď¸ Und wenn du gerade nicht da bist, passiert trotzdem nichts Schlimmes: Der Rettungsdienst kommt von allein, die Begleitung bezahlt, es gibt keinen Notenmalus und keinen Zahlungsausfall. Der Vorfall ist eine Chance, kein Risiko. Hast du den Kurs, wird der Bonus auch offline gewährt â dafĂźr ist die Kraft ja ausgebildet.
Ein Betriebstag dauert zwei echte Stunden. Wer abends eine Stunde spielt, erlebt also nur einen Ausschnitt des Tages â meistens immer denselben.
Unter âđ Zahlen" steht deshalb die Frage âWann spielst du meistens?" â morgens, mittags, abends oder egal. Sie verschiebt den Startpunkt der Spieluhr so, dass beim Ăffnen bevorzugt der gewählte Service läuft.
â ď¸ Sie verschiebt ausschlieĂlich die Anzeige, niemals die Rechnung. Die Betriebstage laufen weiter wie immer, das Ergebnis ist identisch. Sonst wäre sie ein versteckter Vorteil â und die eiserne Regel âgleiche Formel online wie offline" wäre gebrochen.
Und weil du nur einen Ausschnitt erlebst, aber den ganzen Tag steuerst, gibt es nach jedem Betriebstag den Tagesabschluss und darunter den Verlauf der letzten sieben Tage. Dort siehst du Muster, die in einem einzelnen Service nie auffallen â dass der Mittagstisch dienstags am besten läuft, oder dass der Abend seit der PreiserhĂśhung schwächelt.
Die Tischmischung (unter đ¨ Ausbau) entscheidet, wie gut deine Plätze ausgenutzt werden. Zwei Gäste an einem Vierertisch blockieren vier Plätze â deshalb erreicht die Auslastung nie 100 %.
Im Grundriss siehst du das direkt: Jeder Tisch hat so viele StĂźhle, wie er Plätze hat, und besetzte StĂźhle tragen einen Gast. Ein Blick genĂźgt, um zu sehen, ob das Haus voll ist â oder ob nur die kleinen Tische belegt sind, während die groĂen leer stehen.
Drei Budgets stellst du als Anteil vom Umsatz ein:
Neben jedem Regler steht, was er dich in Euro je Betriebstag kostet (ein Betriebstag sind zwei Echtstunden), darunter die Summe auch je Echttag. Gerechnet wird auf den Umsatz deines letzten Betriebstags. Im Tagesabschluss findest du denselben Posten als âBudgets" â dort steht der Betrag, der wirklich abgebucht wurde.
â ď¸ Wird die Kasse knapp, fährt die Notbremse zuerst genau diese drei Budgets auf null â sie sind das Erste, was ein Wirt streicht, und das Einzige, was sich ohne Schaden zurĂźckholen lässt.
Das Spiel ist von Anfang an fĂźr den Daumen gebaut, nicht nachträglich âresponsiv gemacht":
Und: Wer mitten im Abendservice das Handy weglegt, verliert nichts. Reservierungsanfragen liegen einen ganzen Betriebstag, Bankettanfragen drei â nichts verfällt in Sekunden.