🍽️ Restaurant am Rhein

Du übernimmst ein leeres Ladenlokal in einer Leverkusener Nebenstraße, stellst eine gebrauchte Siebträgermaschine auf eine Theke mit vier Hockern und verkaufst Kaffee und zugekauften Kuchen. Das ist der ganze erste Tag — und du stehst selbst dahinter.

Verkauft wird nicht Gast für Gast wie in den Ferienwohnungen und nicht über einen Preisplan wie im Hotel, sondern über eine Speisekarte, die du selbst kalkulierst. Jedes Gericht hat vier Zahlen — Wareneinsatz, Preis, Zubereitungszeit und Beliebtheit. Aus ihnen entsteht alles andere.

Inhalt
  1. Der Einstieg: erst die Papiere, dann der Pachtvertrag
  2. 🏠 Die Miete — und warum sie am Anfang wehtut
  3. Die Zeit: ein Betriebstag sind zwei echte Stunden
  4. ⭐ Die Speisekarte kalkulieren — das Herz des Spiels
  5. Das Zielband der Wareneinsatzquote
  6. Preise: sie wirken an zwei Stellen
  7. Das Tagesgericht — die kleine tägliche Entscheidung
  8. Die drei Services — sie entstehen nacheinander
  9. Der Wochenrhythmus und der Ruhetag
  10. Personal — der größte Kostenblock
  11. Was zu wenig Personal bewirkt
  12. Bewertungen: eine Zahl aus sechs Teilnoten
  13. Reservierungen, Nichtanreisen und Bankette
  14. ⚠️ Verderb: er steckt schon im Preis
  15. BehĂśrden, Hygiene und die Lebensmittelkontrolle
  16. Der Ausbau: 20 Stufen von 8 auf 130 Plätze
  17. Die Pacht loswerden — zwei Stufen
  18. ⭐ Dein Haus bekommt einen Namen
  19. ❄️ Wenn die Kasse unter −500 € rutscht: der Betrieb friert ein
  20. Wenn du weg bist
  21. 🚑 Wenn ein Gast krank wird
  22. 🕐 Wann du spielst — die Servicewahl
  23. Tische, Budgets und der Zustand des Hauses
  24. Auf dem Handy

Der Einstieg: erst die Papiere, dann der Pachtvertrag

Ein Gastgewerbe darf man in Deutschland nicht einfach aufmachen. Du brauchst die IHK-Gaststättenunterrichtung (§ 4 GastG), die Belehrung nach § 43 IfSG (das „Gesundheitszeugnis"), eine Gewerbeanmeldung, ein Führungszeugnis und einen Auszug aus dem Gewerbezentralregister. Zusammen 230 € und ein Betriebstag Wartezeit.

Danach übernimmst du das Ladenlokal — 45 m² Mietfläche.

Der ganze Start kostet 2.805 €: 230 Papiere, 2.025 Kaution (drei Monatsmieten, wie bei Gewerbeobjekten üblich), 470 Ausstattung (Maschine, Mühle, Theke, Hocker, Kasse), 80 erster Wareneinkauf. Das Geld holst du dir über das Girokonto — auf der Startseite oder direkt aus dem Spiel heraus.

⭐ Die Kaution ist kein verlorenes Geld. Sie zählt im Löschwert deines Platzes zu 100 % und kommt beim Auszug vollständig zurück. Von den 2.805 € sind also nur 780 € wirklich ausgegeben.

🎁 Und die ersten 90 Betriebstage sind mietfrei — siehe den nächsten Abschnitt.

🏠 Die Miete — und warum sie am Anfang wehtut

Der Vertrag hat zwei Bestandteile, und das ist bei Gastronomieobjekten der Ăźbliche Typ:

⭐ Gezahlt wird immer nur der hÜhere der beiden Beträge, nie beide. Der Verpächter sichert sich eine Untergrenze und beteiligt sich darßber hinaus am Erfolg.

🎁 Die ersten 90 Betriebstage sind mietfrei (drei Spielmonate = 7,5 Echttage). Eine mietfreie Anlaufzeit von ein bis drei Monaten ist bei gewerblichen Mietverträgen in Deutschland marktüblich — der Vermieter gewährt sie für Umbau und Anlauf. Der Umsatzanteil von 12 % läuft von Anfang an; es entfällt nur die Grundmiete. In der Karte „🏠 Miete & Pacht" steht, wie viele Betriebstage noch übrig sind und was danach dazukommt.

Was das fĂźr dich bedeutet:

Die Miete wächst mit dem Haus. Jeder Anbau vergrößert die Mietfläche: Gastraum +28 m², Nebenraum +30, Wintergarten +22, Obergeschoss +40 — im Vollausbau sind es 201 m² und rund 100 € je Betriebstag. Wie viel ein Ausbau an Miete kostet, steht im Angebot dabei, bevor du kaufst.

⚠️ Die Terrasse kostet keine Miete — sie ist öffentliches Straßenland und kostet stattdessen die Sondernutzungsgebühr. Beides zu nehmen wäre doppelt kassiert.

Die Kaution bekommst du beim Auszug vollständig zurück — sie zählt im Löschwert deines Platzes zu 100 %.

Unter „📊 Zahlen" steht die Karte 🏠 Miete & Pacht: Mietfläche, Grundmiete, Umsatzanteil und was du heute tatsächlich zahlst — und warum.

Die Zeit: ein Betriebstag sind zwei echte Stunden

Die Spielzeit läuft zwölfmal so schnell wie die echte — genau wie in der Spedition. Ein Betriebstag mit 24 Spielstunden dauert damit zwei Echtstunden, und es vergehen zwölf Betriebstage je Echttag.

Der Tag hat feste Zeiten: Anlieferung um 06:00, Vorbereitung bis 08:00, dann ☕ Café bis 11:30, 🍽️ Mittagstisch bis 14:30, wieder Café bis 17:30, 🌙 Abendgeschäft bis 22:30 und danach der Abschluss.

Die wichtigste Zusage: Es gibt keine einzige Entscheidung, die du während eines bestimmten Services treffen musst. Alles, was du einstellst, gilt für den ganzen Betriebstag — und meistens für alle folgenden, bis du es änderst. Ein verpasster Service ist kein verpasster Zug, sondern die Auswirkung von Entscheidungen, die du vorher getroffen hast.

⭐ Die Speisekarte kalkulieren — das Herz des Spiels

Jedes Gericht hat einen Wareneinsatz (was die Zutaten kosten), einen Preis (den du bestimmst), eine Zubereitungszeit in KĂźchenminuten und eine Beliebtheit. Daraus rechnet das Spiel drei Zahlen, die immer neben dem Gericht stehen:

Die dritte ist der Clou. Ein Rumpsteak bringt 17,10 € je Teller, braucht aber 11 Küchenminuten — macht 1,55 € je Minute. Ein Flammkuchen bringt nur 9,20 €, braucht aber 5 Minuten — macht 1,84 €. Wenn die Küche der Engpass ist, ist der Flammkuchen also das bessere Gericht, obwohl er weniger einbringt. Genau deshalb sind echte Mittagskarten kurz.

⚠️ Aber es gilt nur, wenn die Küche wirklich der Engpass ist. An einem leeren Dienstagabend ist sie es nicht — dann zählt der Gewinn je Teller. Das Spiel schreibt dir über die Karte, welche der beiden Zahlen gerade zählt.

Deine Startkarte hat acht Gerichte — genau so viele, wie die Theke ohne Küche verträgt: Kaffee, Cappuccino, Tee, Apfelschorle, Mineralwasser, frisch gepresster Saft, Kuchenstück und belegtes Brötchen. Sie ist ein guter Anfang, aber nicht das Optimum: Kakao und Croissant stehen bereit, und wer nachrechnet, findet noch ein paar Prozent. Genau das ist die erste echte Entscheidung des Spiels — und sie kostet keinen Cent.

Das Zielband der Wareneinsatzquote

Über deiner Karte steht immer derselbe Satz, und er ist die zentrale Rückmeldung des Spiels:

Karte: 14 Gerichte · Ø Wareneinsatz 27,4 % · Ziel 24–30 %

Er färbt sich grün, gelb oder rot, und ein Antippen zeigt die Übeltäter. Warum 24–30 % und nicht die 28–32 %, die man in der Branche liest? Weil hier die Getränke mitgerechnet sind. Sie machen rund ein Drittel deines Umsatzes aus und liegen bei etwa 18 % — das zieht den Mischwert nach unten. Genau diesen Zusammenhang sollst du lernen: Wer viele Getränke verkauft, hat eine bessere Quote, ohne billiger einzukaufen.

⚠️ Und die Falle: Die Quote allein ist eine schlechte Zielgröße. Ein Haus, das nur Suppe verkauft (17 %), hat eine traumhafte Quote und keinen Umsatz. Deshalb steht daneben immer der absolute Deckungsbeitrag — beide zusammen sagen die Wahrheit, keine allein.

Preise: sie wirken an zwei Stellen

Der Preis eines Gerichts wirkt zweimal: auf die Wahl des Gerichts (ein teures Schnitzel wird seltener bestellt — die Gäste nehmen das billigere daneben) und über das Preisniveau der ganzen Karte auf die Zahl der Gäste überhaupt.

Daraus folgt eine schÜne Regel: Wer nur EIN Gericht teurer macht, verliert kaum Gäste. Wer alles teurer macht, verliert Gäste. Selektives Preisen ist besser als pauschales.

Der Spielraum liegt bei −30 % bis +80 % vom ortsüblichen Preis. Preise werden geschoben, nicht getippt — auf dem Handy verdeckt jede Tastatur genau die Zahl, die du ändern willst. Zwei Schnellknöpfe (−0,50 / +0,50) gibt es dazu.

⚠️ Und die erste Lektion des Spiels kostet echtes Geld: Erst den Laden füllen, dann den Preis heben. Wer den Kaffee am ersten Tag statt für 2,80 € gleich für 4,20 € anbietet, sitzt allein da.

Das Tagesgericht — die kleine tägliche Entscheidung

Ein Gericht je Betriebstag darfst du als Tagesgericht auszeichnen. Es bekommt zweieinhalbmal so viel Beliebtheit (es steht auf der Tafel vor der TĂźr).

Und hier greift die Wareneinsatz-Mechanik richtig schön: Die Einkaufspreise schwanken täglich um bis zu 15 %. Das Gericht, dessen Zutaten heute billig sind, ist heute das lohnendste Tagesgericht — die Liste zeigt dir das direkt an.

Die Entscheidung dauert fßnf Sekunden und ist mit einem Daumen machbar. Wer nicht wählt, verliert nichts: Dann bleibt das Tagesgericht von gestern stehen und wirkt nur etwas schwächer, weil es nicht mehr neu ist.

Die drei Services — sie entstehen nacheinander

Das ist der Grund, warum das Spiel nicht ßberfordert. Wer am ersten Tag Frßhstßck, Mittag und Abend gleichzeitig hätte, mßsste drei Karten, drei Dienstpläne und drei WarenkÜrbe verstehen, bevor er einen Kaffee verkauft hat.

⚠️ Ehrlich gesagt: Solange es keinen Mittagstisch gibt, ist dein Café von 08:00 bis 17:30 durchgehend offen — die Mitte des Tages gehört ihm. Sobald die warme Küche läuft, verliert es sie, und das Café-Geschäft geht spürbar zurück. Mittag und Abend gleichen das mehr als aus, aber es steht so im Angebot, damit dich der Rückgang nicht überrascht.

Der Wochenrhythmus und der Ruhetag

Der Wochentag schwankt hier härter als in jedem anderen Spiel der Halle: Das Abendgeschäft liegt montags bei Faktor 0,45 und samstags bei 1,85. Der Mittagstisch läuft genau umgekehrt — unter der Woche gut, am Wochenende schwach.

Genau deshalb haben echte Wirte einen Ruhetag. Es gibt ihn hier als freiwilligen Schalter, Wochentag frei wählbar. Wer ihn nie anfasst, öffnet sieben Tage und spielt vollkommen sinnvoll — es gibt keinen Malus, keine Erschöpfung, keinen schleichenden Verfall.

Er lohnt sich genau dann, wenn Personal dein Engpass ist: Nach einem Ruhetag ist das Team ausgeruht (Küchenzeit −8 %, Teilnote Service +0,2 für sechs Betriebstage), und dieselben Personalstunden verteilen sich auf sechs statt sieben Tage. Wer genug Leute hat, macht lieber sieben Tage auf.

Ein neu gesetzter Ruhetag gilt ab der nächsten Spielwoche — Gäste mit Reservierung werden nie ausgesperrt.

Personal — der größte Kostenblock

Die deutsche Gastronomie gibt 2026 rund 40 Cent je Umsatz-Euro fĂźr Personal aus. Wer das nicht abbildet, baut kein Gastronomiespiel.

Du stellst je Service drei Regler: Küche, Service und Spüle. Neben jedem steht kostenlos der Bedarfsvorschlag, und es gibt einen Schalter „Vorschlag übernehmen" — der ist voreingestellt und nimmt dir die Arbeit ab, ohne dir die Entscheidung zu nehmen.

⚠️ Die Stunden im Dienstplan sind ARBEITSSTUNDEN, keine Personen. „1,4 Std" heißt nicht, dass jemand 1,4 Stunden am Stück arbeitet — es heißt, dass in diesem Service so viel Arbeit anfällt. Wer sie leistet, entscheidest du:

WegWas er kostetWofĂźr er taugt
🙋 Du selbstnichts — 7 Spielstunden je Betriebstagdie ganze Anfangszeit. Der Unternehmerlohn, den du dir nicht zahlst
🧑‍🍳 Aushilfeje Spielstunde, rund 40 % teurer als eine feste KraftSpitzen und Wochenenden — jederzeit abbestellbar
👥 Feste Kraftje Betriebstag, dafür 8 Spielstunden zum günstigsten Stundensatzdie Grundlast. Läuft auch am leeren Montag weiter

Im Dienstplan steht ganz oben, wie viel deiner eigenen Arbeit heute draufgeht — und wie viel noch frei ist. ⭐ Solange dort Stunden übrig sind, kostet dich Wachstum keinen Cent Lohn. Geht die Zahl auf null, ist das der Moment für die erste feste Kraft. Das Spiel sagt dir das, bevor es soweit ist.

Eine feste Kraft einzustellen kostet keine Gebühr — du zahlst nur ihren Tageslohn, dafür ab dem ersten Tag. Sie hat eine Kündigungsfrist von einer Spielwoche.

⚠️ Rechne nach, bevor du einstellst: Eine feste Kraft leistet 8 Stunden je Betriebstag und kostet dich diese 8 Stunden jeden Tag — auch an schwachen. Je Stunde ist sie rund ein Viertel billiger als eine Aushilfe; sie lohnt sich also erst, wenn dein Laden die Stunden auch auslastet. Solange nicht, sind weitere Minijobber der günstigere Weg: Sie kosten einmalig wenig und werden nur für geleistete Stunden bezahlt.

⚠️ Warum auch ohne Gäste Arbeit anfällt: Ein Teil der Stunden ist Rüstzeit — Mise en place, Reinigung, Kasse, Bestellung. Sie hängt an der Länge des Services und an der Größe des Hauses, nicht an der Zahl der Gäste. Deshalb steht auch bei einem leeren Montag ein Bedarf im Plan. Eine Kraft leistet je Spielstunde übrigens 51 nutzbare Minuten — die restlichen neun gehen für Wege und Rüsten drauf.

⚠️ Die Minijob-Grenze ist keine Zierde: 603 € im Monat sind bei 13,90 € Mindestlohn genau 43,4 Stunden — im Spiel 43,4 Spielstunden je Spielmonat und Kraft, also rund 1,45 je Betriebstag. Wer den Samstagabend mit Aushilfen abdecken will, braucht mehrere Minijobber; ab einer bestimmten Größe geht es nicht mehr ohne Festangestellte. Anwerben kostet 60 € je Kraft, und es ist die billigste und wirksamste Entscheidung des Frühspiels.

⭐ Eine Aushilfsschicht deckt alle drei Rollen ab. In einem Café macht dieselbe Kraft Service und Spüle — es kommen nicht drei Personen für drei getrennte Mindestschichten. Die Stunden verteilen sich auf die Rollen, in denen wirklich etwas offen ist, bezahlt wird zum gewichteten Mittel ihrer Stundensätze.

⚠️ Reicht dein Kontingent nicht für eine volle Schicht, kommt die Aushilfe eben nicht jeden Tag — gerechnet wird der Monatsschnitt. Du zahlst also nie drei Stunden für eineinhalb Stunden Arbeit. Im Dienstplan steht, wie viele Stunden dein Kontingent hergibt, wie viele heute eingeplant sind und — wenn es klemmt — wie viele offen bleiben.

Zuschläge sind echt: Sonntag +50 %, Nacht ab 20:00 +25 %. Daraus entsteht eine Entscheidung, die es sonst nirgends gibt — der Sonntagabend bringt Faktor 1,00 Nachfrage und kostet +50 % Lohn, der Freitagabend bringt 1,55 zum Normallohn. Wer nur einen Abend öffnen kann, öffnet freitags.

Was zu wenig Personal bewirkt

⚠️ Ein ausgefallener Service kostet Chancen, niemals Substanz.

⭐ Und das Spiel sagt dir, WORAN es lag. Wenn Gäste gehen, steht am Tresen dabei, ob wirklich kein Tisch frei war oder ob in Küche, Service oder Spüle Hände fehlten. Das ist ein Unterschied ums Ganze: Im Café sind die Plätze fast nie der Engpass — mehr Stühle zu kaufen hilft dann gar nichts, eine weitere Aushilfe für 60 € dagegen sofort.

Bewertungen: eine Zahl aus sechs Teilnoten

Anders als das Hotel hat ein Restaurant keine amtliche Klassifizierung. Es gibt deshalb genau eine Zahl: die Bewertung von 1,0 bis 5,0.

TeilnoteGewichtWoran sie hängt
Essen30 %Wareneinsatzquote, Koch, Frische
Service22 %Servicehände gegen Gäste
Wartezeit KĂźche16 %KĂźchenminuten gegen Bedarf
Preis-Leistung14 %dein Preisniveau gegen das OrtsĂźbliche
Ambiente10 %Zustand, Einrichtung, Musik
Sauberkeit8 %Hygienestand

⚠️ Die Teilnote „Essen" hängt an der Wareneinsatzquote — das ist der schärfste Zielkonflikt des Spiels. Wer die Quote von 30 % auf 24 % drückt, verdient je Gericht deutlich mehr und verliert Notenpunkte. Über die Nachfragewirkung kostet ihn das mittelfristig mehr, als er gewinnt. Das ist keine Strafe, sondern eine Waage.

Ein Stern mehr bringt rund +7 % Nachfrage. Die Note startet bei 3,6 und bewegt sich am Anfang kaum — ein junges Haus mit fünf Gästen soll nicht bei der ersten schlechten Bewertung einbrechen.

Reservierungen, Nichtanreisen und Bankette

Mit dem Abendgeschäft erscheint das Reservierungsbuch. Wer eine Reservierung annimmt, blockiert den Tisch — auch wenn zehn Laufkunden davorstehen. Das ist die Entscheidung: Sicherheit gegen Flexibilität.

Nichtanreisen gibt es von Anfang an — real werden 10 bis 20 % aller Reservierungen nicht wahrgenommen. Drei Ausbauten drücken die Quote von 16 % über 11 % und 6 % auf 4 %; die letzte kostet ehrlich etwas (8 % weniger Reservierungen, weil manche Gäste eine Kartenhinterlegung abschreckt).

⚠️ Wer viel Laufkundschaft hat, ist gegen Nichtanreisen fast immun: Warten Gäste vor der Tür, füllt sich der Tisch von allein und der Ausfall kostet nichts.

Was eine Zusage bringt — und was sie kostet. Zugesagte Gäste kommen ziemlich sicher; ein Teil von ihnen wäre sonst gar nicht erschienen. Das ist der Gewinn: planbare Auslastung an schwachen Tagen. Der Preis ist der gebundene Tisch — er verdrängt Laufkundschaft, aber nur dann, wenn überhaupt Andrang herrscht. An einem leeren Abend kostet er nichts. Geld wird dafür nie abgezogen, nur der Platz.

Deshalb steht an jeder Anfrage, wie voll der Zieltag voraussichtlich wird: „noch viel frei" — zusagen. „meist voll" — besser ablehnen und die Plätze der Laufkundschaft lassen. Gemessen über ein Spieljahr macht das je nach Wochentag rund fünf Prozent aus, nach oben wie nach unten. Wer gar keine Reservierungen annimmt, verliert nichts — beide Wege tragen.

Ab dem Nebenraum kommen Gruppenanfragen, mit dem Bankettbetrieb im Obergeschoss richtige Bankette bis 55 Personen: Pauschalpreis, planbarer Wareneinsatz, kein Ausfallrisiko. Dafür blockieren sie den Raum den ganzen Abend — die Rechnung steht im Angebot.

⚠️ Verderb: er steckt schon im Preis

Es gibt in diesem Spiel kein Verderb-Ereignis. Keine Meldung, keine Abbuchung, keinen Dialog „Dein Lachs für 84 € ist verdorben". Die Verderbquote von 6 % steckt bereits in den Wareneinsätzen jedes Gerichts.

Damit ist der Verderb kein Verlust, sondern ein Zustand — und einen Zustand kann man verbessern:

Statt „Verderb nimmt dir 6 %" heißt es hier „gutes Wirtschaften gibt dir bis zu 5 % zurück". Das ist rechnerisch dasselbe und spielerisch das Gegenteil.

Die Bestellstrategie ist eine echte Waage mit zwei Enden: „Knapp" spart 4 % Wareneinsatz, aber Gerichte gehen aus. „Großzügig" kostet 3 % mehr, dafür geht nie etwas aus. Am Samstagabend bestellt man großzügig, am Montag knapp.

BehĂśrden, Hygiene und die Lebensmittelkontrolle

Der Hygienestand (0–100 %) fällt mit jedem Gast und mit dem Alter der Küche — und steigt mit deinem Hygienebudget (empfohlen 1,5 % vom Umsatz).

Etwa alle 25 Betriebstage kommt eine unangekĂźndigte Kontrolle:

⚠️ Der Regelfall ist nichts oder ein Bonus. Ein Schaden entsteht nur, wenn du zweimal hintereinander nicht reagierst — und dann ist er klein und war angekündigt. Eine Kontrolle löst nie eine Schließung aus.

Musik im Haus kostet eine flächenabhängige GEMA-Gebühr (1,15 bis 8,22 € je Betriebstag). Du kannst sie abschalten — dann entfällt die Gebühr, aber die Teilnote Ambiente sinkt um 0,3.

Der Ausbau: 20 Stufen von 8 auf 130 Plätze

Die ersten elf Stufen vergrößern die Fläche: Fensterbank & Barhocker, erste Tische, Terrasse, kalte Küche, Gastraum hinten, warme Küche, Schankanzeige, Nebenraum, Küche Stufe 3, Wintergarten und schließlich das Obergeschoss — bei 130 Plätzen ist Schluss.

🪟 Fensterbank & Barhocker (250 €) ist der erste Schritt, den du dir leisten kannst — nach rund sieben Betriebstagen, also etwa vierzehn echten Stunden. Vier Plätze an einer Wand, die ohnehin da ist: keine zusätzliche Mietfläche, keine laufenden Kosten, keine Bauzeit. Er bringt rund ein Drittel mehr Ergebnis je Betriebstag und ist nach etwa 14 Betriebstagen bezahlt. Und er verzögert die ersten Tische nicht — weil er den Weg dorthin selbst mitfinanziert.

Die neun folgenden Stufen vergrößern die Qualität: Weinkarte, zweite Küchenschicht, Bankettbetrieb, Lieferdienst, Catering, Feinkost-Ecke, die Pachtneuverhandlung, die Auszeichnung „Empfohlenes Haus" und zuletzt der Hauskauf. Das ist der wichtigere Teil: Ein 130-Platz-Haus, das gut geführt wird, verdient mehr als eines, das nur groß ist.

Drei Schritte verändern alles:

🔨 Bauen kostet Zeit

Bezahlen heißt nicht fertig: Ab den ersten Tischen braucht jeder Umbau eine Bauzeit. Sie steht im Angebot, bevor du kaufst — in Betriebstagen und in echten Stunden daneben, damit du weißt, worauf du dich einlässt. Sie richtet sich nach dem Aufwand, nicht nach dem Preis: Möbel liefern lassen sind zwei Betriebstage (vier echte Stunden), ein Wanddurchbruch sechs, die Lüftung der warmen Küche acht, und das ganze Obergeschoss zehn — mehr braucht nichts im Spiel.

Während gebaut wird, läuft dein Betrieb ganz normal weiter. Die Baustelle kostet dich keinen einzigen Platz und keinen einzigen Gast. Sie kostet nur Zeit: Plätze, Fläche, Miete und Fixkosten des neuen Ausbaus kommen alle erst mit der Fertigstellung — vorher zahlst du für ihn also auch nichts Laufendes.

Du musst dabei nicht zusehen: Die Baustelle läuft im Hintergrund weiter und ist zum richtigen Zeitpunkt fertig, auch wenn du zwischendurch nicht im Spiel warst. Pausiert dein Restaurant (weil du länger nicht hineingeschaut hast), pausiert die Baustelle mit — sie ist beim Wiederkommen genau so weit wie vorher, du verlierst nichts.

🪟 Fensterbank & Barhocker ist die einzige Ausnahme: vier Hocker an eine Wand geschraubt, das geht sofort. Ebenso alles, wo gar nicht gebaut wird — das Reservierungsbuch, der Ersthelfer-Kurs, die Pachtneuverhandlung, die Auszeichnung und der Hauskauf. Ein Vertrag ist mit der Unterschrift wirksam.

⚠️ Kauf nie einen Anbau ohne abgewiesene Nachfrage. Neben jedem Platz-Ausbau steht, wie viele Gäste zuletzt gehen mussten, weil kein Tisch frei war. Steht dort nichts, senkt der Anbau nur deine Auslastung und kostet Fixkosten. Der Wintergarten sagt sogar selbst, dass er der schwächste Ausbau des Spiels ist.

Die Pacht loswerden — zwei Stufen

Die 12 % Umsatzpacht sind im Vollausbau der größte einzelne Posten nach Personal und Ware. Sie loszuwerden ist der größte Hebel des Spiels — und deshalb bewusst zweistufig.

Stufe 1: Neuverhandlung auf 9 %. Kostet kein Geld, sondern Leistung: 60 Betriebstage ohne Rückstand und eine Note von mindestens 4,0. Das ist die schönste Art zu wachsen, die dieses Spiel hat — man kauft sie nicht, man verdient sie sich. Und sie ist auch die Antwort für alle, die nie 350.000 € zusammenhaben.

Stufe 2: das Haus kaufen für 350.000 €. ⚠️ Setzt die Neuverhandlung zwingend voraus. Danach entfällt die Pacht ganz, dafür kommen 110 € je Betriebstag für Grundsteuer, Versicherung und Instandhaltung am Gebäude hinzu — für ein kleines Café wäre der Kauf deshalb ein Verlustgeschäft.

Erzählerisch ist es dieselbe Beziehung: Der Verpächter, der dir nach 60 guten Betriebstagen entgegenkommt, ist derselbe, der dir später das Haus verkauft.

⭐ Dein Haus bekommt einen Namen

Beim Kauf der warmen Küche wird aus deinem Café ein Restaurant — und dein Haus verdient einen eigenen Namen. Den legst du selbst fest. Vorher heißt es schlicht „Dein Café"; das soll sich unfertig anfühlen, damit die Taufe als Aufwertung wirkt.

Der Name steht über der Tür, in der Kopfzeile, in Reservierungen und in Bewertungen. Später steht er in der Frachtbörse der Spedition und bei einer Klinik-Einlieferung — dort sehen ihn andere Spieler. Es ist die erste Stelle in dieser Halle, an der etwas Selbstgewähltes das eigene Spiel verlässt.

3 bis 28 Zeichen, Buchstaben, Ziffern, Leerzeichen und - ' & . Die erste Umbenennung ist frei, jede weitere kostet 500 € — ein neues Schild kostet nun einmal Geld.

❄️ Wenn die Kasse unter −500 € rutscht: der Betrieb friert ein

Deine Betriebskasse darf ins Minus gehen — aber nicht beliebig weit. Rutscht sie unter −500 €, hält das Restaurant an und steht still.

Wieder los geht es, sobald du vom Girokonto so viel nachgelegt hast, dass die Kasse wieder bei 0 € steht. Dafür gilt weder das 24-Stunden-Fenster noch eine Wartezeit — genau dafür ist diese Ausnahme da.

Stillstand heißt wirklich Stillstand, in beide Richtungen:

Das ist der ganze Sinn der Regel: Du sollst dich einmal freikaufen können und danach normal weiterspielen — nicht in demselben Augenblick wieder unter −500 € stehen, weil die Standzeit nachträglich abgerechnet wird.

⚠️ Dein Girokonto ist davon nicht betroffen: Miete, Lebenshaltung und Kreditraten laufen unabhängig weiter. Angehalten wird der Betrieb, nicht dein Konto.

Wenn du weg bist

Das Restaurant rechnet Betriebstag für Betriebstag nach — zwei Tage Abwesenheit sind 24 Rechenschritte, das schafft ein Handy in Millisekunden.

Die eiserne Regel: Die Uhr auf dem Bildschirm ist reine Anzeige. Ein Betriebstag wird immer gleich gerechnet, ob du zusiehst oder nicht. Ein offener Tab verdient keinen Cent mehr.

Nach acht Stunden ohne dich läuft das Haus im Sparbetrieb: Es erreicht 70 % des Möglichen, mit einer Restaurantleitung 92 %. Gruppenanfragen und Bankette verfallen und werden im Bericht aufgeführt. ⚠️ Der Sparbetrieb bremst — er schadet nicht. Kein Notenverlust durch Abwesenheit, keine Kündigungen, kein Verderbschaden, keine Schließung.

Und wenn das Geld knapp wird, greift eine Notbremse in drei Stufen: erst werden die Budgets auf null gefahren, dann die Aushilfen abbestellt, und erst zuletzt mßssen feste Kräfte gehen. Es entstehen niemals Schulden.

❄️ Nach deiner Pausenzeit friert der Betrieb ein. Wer länger nicht ins Restaurant schaut, bekommt genau diese Zeitspanne nachgerechnet — danach steht die Spieluhr still, bis er das Spiel wieder öffnet. Und zwar auf beiden Seiten: keine Gäste, aber auch kein Lohn, keine Miete, keine Pacht, keine Fixkosten. Nichts verfällt, nichts verdirbt, keine Frist läuft ab, niemand kündigt. Du findest dein Haus so vor, wie du es verlassen hast.

Wie lang diese Pausenzeit ist, stellst du selbst ein. Auf der Startseite liegt unter den Spielkacheln der aufklappbare Kasten „⏸️ Pausenzeit je Spiel“ — dort wählst du sie für jeden Betrieb einzeln. Ohne eigene Einstellung gilt die Vorgabe von 6 Stunden. Fürs Restaurant stehen 6, 12, 18 und 24 Stunden zur Wahl. Mehr wäre hier zu viel, denn die Zeit läuft im Zeitraffer: Ein Betriebstag dauert 2 Echtstunden, ein echter Tag sind also 12 Betriebstage. Die Vorgabe von 6 Stunden entspricht damit 3 Betriebstagen, die volle Stufe von 24 Stunden 12 Betriebstagen. Deine Wahl gilt ab dem nächsten Öffnen des Spiels.

⚠️ Das ist keine Strafe, sondern ein Deckel: Ohne ihn käme man nach vier Wochen Pause als reicher Mann zurück, ohne einen Handgriff getan zu haben. Wer täglich spielt, merkt davon nichts. Die Frist gilt je Spiel: Es zählt, wann du zuletzt hier warst, nicht was du in der übrigen Halle gemacht hast.

Gemessen wird ab deinem letzten Klick, nicht ab dem letzten Seitenaufruf. Ein Tab, der die ganze Pausenzeit über offen steht, ohne dass jemand etwas tut, friert genauso ein wie ein geschlossener — Zusehen ist kein Spielen. Dafür zählt umgekehrt jeder Klick als Lebenszeichen, auch der auf einen Reiter, und startet die Frist neu.

Steht der Betrieb, sagt das Spiel es oben auf der Seite: „⏸️ Pausiert". Ein einziger Klick lässt alles weiterlaufen, ohne Neuladen — und ohne dass für die Standzeit etwas nachgezahlt wird. Sie hat schlicht nicht stattgefunden.

Beim Wiederkommen steht eine Seite da, die erklärt, was passiert ist — mit Ursache und Vorschlag, nicht nur mit Zahlen. Stand der Betrieb still, sagt sie auch das — bei der Vorgabe etwa: „Dein Restaurant lief 3 von 120 Betriebstagen."

🚑 Wenn ein Gast krank wird

In jedem Lokal mit vielen Gästen passiert irgendwann etwas: ein Kreislaufkollaps, eine allergische Reaktion, ein Sturz. Der Wirt ist daran unschuldig — aber wie er reagiert, ist seine Sache.

Etwa alle 4.000 Gäste kommt ein solcher Vorfall. Hast du den Ersthelfer-Kurs (240 €) gekauft, kann deine Kraft sofort helfen: Teilnote Service +0,6 für 20 Betriebstage, ein Bekanntheitsschub, und der Gast kommt als Stammgast wieder.

⚠️ Und wenn du gerade nicht da bist, passiert trotzdem nichts Schlimmes: Der Rettungsdienst kommt von allein, die Begleitung bezahlt, es gibt keinen Notenmalus und keinen Zahlungsausfall. Der Vorfall ist eine Chance, kein Risiko. Hast du den Kurs, wird der Bonus auch offline gewährt — dafür ist die Kraft ja ausgebildet.

🕐 Wann du spielst — die Servicewahl

Ein Betriebstag dauert zwei echte Stunden. Wer abends eine Stunde spielt, erlebt also nur einen Ausschnitt des Tages — meistens immer denselben.

Unter „📊 Zahlen" steht deshalb die Frage „Wann spielst du meistens?" — morgens, mittags, abends oder egal. Sie verschiebt den Startpunkt der Spieluhr so, dass beim Öffnen bevorzugt der gewählte Service läuft.

⚠️ Sie verschiebt ausschließlich die Anzeige, niemals die Rechnung. Die Betriebstage laufen weiter wie immer, das Ergebnis ist identisch. Sonst wäre sie ein versteckter Vorteil — und die eiserne Regel „gleiche Formel online wie offline" wäre gebrochen.

Und weil du nur einen Ausschnitt erlebst, aber den ganzen Tag steuerst, gibt es nach jedem Betriebstag den Tagesabschluss und darunter den Verlauf der letzten sieben Tage. Dort siehst du Muster, die in einem einzelnen Service nie auffallen — dass der Mittagstisch dienstags am besten läuft, oder dass der Abend seit der Preiserhöhung schwächelt.

Tische, Budgets und der Zustand des Hauses

Die Tischmischung (unter 🔨 Ausbau) entscheidet, wie gut deine Plätze ausgenutzt werden. Zwei Gäste an einem Vierertisch blockieren vier Plätze — deshalb erreicht die Auslastung nie 100 %.

Im Grundriss siehst du das direkt: Jeder Tisch hat so viele Stühle, wie er Plätze hat, und besetzte Stühle tragen einen Gast. Ein Blick genügt, um zu sehen, ob das Haus voll ist — oder ob nur die kleinen Tische belegt sind, während die großen leer stehen.

Drei Budgets stellst du als Anteil vom Umsatz ein:

Neben jedem Regler steht, was er dich in Euro je Betriebstag kostet (ein Betriebstag sind zwei Echtstunden), darunter die Summe auch je Echttag. Gerechnet wird auf den Umsatz deines letzten Betriebstags. Im Tagesabschluss findest du denselben Posten als „Budgets" — dort steht der Betrag, der wirklich abgebucht wurde.

⚠️ Wird die Kasse knapp, fährt die Notbremse zuerst genau diese drei Budgets auf null — sie sind das Erste, was ein Wirt streicht, und das Einzige, was sich ohne Schaden zurückholen lässt.

Auf dem Handy

Das Spiel ist von Anfang an für den Daumen gebaut, nicht nachträglich „responsiv gemacht":

Und: Wer mitten im Abendservice das Handy weglegt, verliert nichts. Reservierungsanfragen liegen einen ganzen Betriebstag, Bankettanfragen drei — nichts verfällt in Sekunden.