Zwei Spieler, ein Brett aus 10 mal 10 Feldern und je 20 Steine. Gespielt wird ausschließlich auf den dunklen Feldern. Wer alle gegnerischen Steine schlägt — oder den Gegner so festsetzt, dass er keinen Zug mehr hat —, gewinnt.
Du kannst allein gegen den Computer spielen (in drei Stärken) oder zu zweit gegen jemanden aus der Halle. Eine Partie dauert zehn bis zwanzig Minuten.
Das Brett hat 100 Felder, aber nur die 50 dunklen werden benutzt. Jeder Spieler stellt seine 20 Steine auf die vier Reihen, die ihm am nächsten liegen; dazwischen bleiben zwei Reihen frei.
Deine Steine sind Flusskiesel in Elfenbein, die des Gegners in Anthrazit. Dein eigenes Lager liegt immer unten — auch wenn du im Duell auf dem zweiten Platz sitzt: Dann wird das Brett für dich gedreht, damit du in die gewohnte Richtung ziehst.
Steht ein gegnerischer Stein schräg direkt neben deinem und ist das Feld dahinter frei, springst du darüber hinweg und nimmst ihn vom Brett.
Schlagen ist Pflicht. Wenn irgendein Schlag möglich ist, darfst du nichts anderes tun. Damit niemand raten muss, leuchten in diesem Moment nur die Steine, die wirklich schlagen können — sie bekommen kurz einen hellen Rand. Tippst du einen anderen an, sagt dir das Spiel, warum es nicht geht.
⚠️ Es gibt keine Mehrheitsregel. Du musst schlagen, aber du darfst frei wählen, welchen Schlag du nimmst — auch wenn ein anderer mehr Steine gebracht hätte. In manchen Turnierregeln ist das anders; hier wäre es für Gelegenheitsspieler zu gemein.
Das ist der häufigste Streitpunkt am Küchentisch, deshalb ausdrücklich und deutlich:
Ein einfacher Stein schlägt in alle vier Richtungen — also auch rückwärts. Nur ziehen darf er ausschließlich vorwärts.
Das gehört zur internationalen Spielweise und macht das Spiel deutlich schärfer: Ein Stein, der scheinbar sicher hinter deinen Linien steht, kann jederzeit von hinten zuschlagen.
Kannst du nach einem Sprung vom Zielfeld aus erneut springen, musst du weiterspringen — das alles zusammen ist ein einziger Zug.
Am Handy tippst du dich Sprung für Sprung durch: Nach jedem Sprung zeigt das Brett wieder, wohin es weitergeht. Erst wenn nichts mehr leuchtet, ist der Zug abgeschickt.
Zwei Feinheiten, die oft übersehen werden:
Erreicht dein Stein die hinterste Reihe des Gegners und bleibt dort stehen, wird er zur Dame. Auf dem Brett siehst du das sofort: Sie sitzt auf einem zweiten Kiesel und trägt einen Kupferring als Krone 👑 — nie nur eine andere Farbe, das erkennt man auf einem Handy nicht.
⚠️ Und jetzt der Haken: Springt dein Stein in einer Kette nur über die hinterste Reihe hinweg oder landet dort und muss weiterspringen, dann wird er nicht zur Dame — er bleibt ein einfacher Stein und schlägt als solcher weiter. Nur wer dort stehen bleibt, wird gekrönt.
Eine Dame ist der stärkste Stein im Spiel:
Wo du landest, ist oft die ganze Partie: Ein Feld weiter kann den nächsten Sprung erst möglich machen — oder verhindern.
Du gewinnst auf zwei Wegen:
Damit eine Partie nicht ewig läuft, endet sie unentschieden, wenn:
⚠️ Ein Sieg auf dem Brett geht immer vor: Wer im selben Augenblick keinen Zug mehr hat, hat verloren — auch wenn der Remis-Zähler gerade voll wäre.
Zwei Schritte, immer dieselben:
Ein Tipp auf einen anderen eigenen Stein wechselt die Auswahl. Ein Tipp ins Leere hebt sie auf. Am Rechner tut die Esc-Taste dasselbe.
Der letzte gespielte Zug bleibt als Kupferspur auf dem Brett stehen — so siehst du auch nach einer Pause sofort, was zuletzt passiert ist.
Über dem Brett liegt ein japanischer Garten im Winterlicht: ein Teich mit Eisrand, der rote Steg, kahle Zierkirschen, Schwarzkiefern und eine Steinlaterne.
Das Bild ist keine Tapete, es erzählt den Spielstand: Der Himmel folgt der echten Uhrzeit (der des Servers, nicht der deines Geräts), am Ufer liegen die geschlagenen Steine als zwei Häufchen Kiesel — links helle, rechts dunkle —, und die Laterne brennt, sobald irgendwo auf dem Brett eine Dame steht.
| Stufe | Was sie tut |
|---|---|
| Leicht | schaut drei Züge voraus und greift jeden fünften Zug einfach irgendwohin |
| Mittel | schaut sechs Züge voraus und übersieht keinen Schlag |
| Schwer | rechnet gut eine halbe Sekunde lang, so tief sie in dieser Zeit kommt |
Weil Schlagen Pflicht ist, gibt es oft nur ganz wenige erlaubte Züge — der Computer kann dadurch sehr viel weiter rechnen als in anderen Spielen. Unterschätze „Mittel" nicht.
Partien gegen den Computer sind Übung: Sie werden gezählt und stehen in deiner Bilanz, geben aber weder Punkte noch Meilensteine.
Gewertet werden Partien gegen Mitspieler. Die Duell-Ecke ist für das Spielen miteinander gedacht — der Computer ist der Notnagel, wenn gerade niemand da ist.
Deine Punkte 🏆 bekommst du aus Duellpartien: 10 für einen Sieg, 4 für ein Unentschieden, 1 fürs Mitspielen. Sie zählen in die Bestenlisten der Halle (Woche, Monat, Jahr).
Deine Stufe ⭐ ist die Zahl der gelösten Meilensteine plus eins. Es gibt fünf, und es sind dieselben wie in den anderen Spielen der Duell-Ecke: die erste Partie gegen einen Mitspieler, der erste Sieg gegen einen Mitspieler, gegen 3 verschiedene Leute gespielt, 5 Siege und 25 Siege gegen Mitspieler.
Übung gegen den Computer zählt nicht für Punkte und Meilensteine. Sie ist trotzdem nichts Verlorenes: Deine Bilanz führt sie getrennt weiter — samt deiner längsten Sprungkette.
Gespeichert werden Ergebnisse: Siege, Niederlagen, Unentschieden, deine Serien und deine Einstellungen. Das passiert am Ende jeder Partie.
Eine laufende Solopartie wird nicht gespeichert. Wenn du die Seite mitten im Spiel schließt, fängst du beim nächsten Mal neu an.
⚠️ Im Duell ist das anders: Dort liegt die Stellung auf dem Server. Du kannst die Seite schließen und von einem anderen Gerät weiterspielen — solange die Zugzeit läuft.
Dame läuft vollständig auf deinem Gerät: Der Computer rechnet im Browser, nichts geht dafür ins Netz. Wenn du das Spiel einmal mit Verbindung geöffnet hast, kannst du es danach auch im Funkloch starten — im Zug, im Flugzeug, im Keller.
Deine Ergebnisse werden dann auf dem Gerät gemerkt und automatisch nachgereicht, sobald du wieder Netz hast. Der Warteraum braucht naturgemäß eine Verbindung.
Über dem Brett stehen zwei Schaltflächen: allein und zu 2. Tippst du auf zu 2, machst du sofort einen Tisch auf — die Seite wechselt dabei nicht.
Solange der Tisch offen ist, ist nichts aufgestellt: Das Brett bleibt leer, und darüber steht, wie viele Plätze schon besetzt sind. Erst wenn beide da sind, beginnt die Partie. Ein Platz, an dem noch niemand sitzt, heißt „🪑 noch frei" — der Computer setzt sich nie von selbst dazu.
Alles Weitere — Tischcode, Einladen, der Rückruf an den Tisch, die Zugzeit, der Chat und die Wertung — funktioniert wie in jedem anderen Spiel der Duell-Ecke. Es steht ausführlich in der Anleitung 🎯 Duell-Ecke.
Es gibt Dame in vielen Größen. Wir spielen die internationale Form auf 10 mal 10 Feldern mit 20 Steinen — sie ist die weltweit übliche Turnierform, spielt sich reicher und lässt einem Computergegner mehr zu zeigen.
Die kleinere Form mit 8 mal 8 Feldern und 12 Steinen kennen viele aus der Kindheit. Sie ist am Handy größer und schneller vorbei — und dort gilt in manchen Gegenden auch, dass einfache Steine nur vorwärts schlagen dürfen. Bei uns dürfen sie es in alle Richtungen; das steht weiter oben ausdrücklich.